PVÖ-Wohlmuth: „Pensionisten sind nicht die Sündenböcke der Nation!“

„120 Millionen als Steuergeschenke an die Hoteliers, 100 Millionen für die EU-Ratspräsidentschaft, 66 Millionen Sonderbudget für Kurz und Strache, 44 Millionen für Regierungs-Propaganda, Millionen für türkis-blaue Ministersekretäre …  Von den Kosten des Kickl-Pferde-Desasters und der Bewachung der Kneissl-Hochzeit ganz zu schweigen.

Das alles hätte man sich wirklich sparen können! Dann hätte Österreich KEIN Defizit“, stellt Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), fest und macht unmissverständlich klar: „Jetzt den kleinen Pensionisten die Schuld am Budgetdefizit zu geben, die dank der Initiative des Pensionistenverbandes 3,6 statt 1,8 Prozent Pensionsanpassung erhalten werden, ist letztklassig. Denn während die gescheiterte frühere Regierung den Hoteliers tausende Euro im Monat geschenkt hat, hält man jetzt den Pensionisten 18 Euro höhere Pensionsanpassung pro Monat vor. Das kann doch nicht wahr sein!“

Türkis-Blau hat nichts dagegen unternommen, dass multinationale Konzerne mit ihren Steuertricks de facto steuerfrei ihre Geschäfte in Österreich machen, während jeder kleine Installateur brav seine Steuern und Abgaben zu zahlen hat. Da wären Milliarden zu holen! Jetzt wegen den zusätzlichen 400 Millionen für die Pensionisten die große Schuldendebatte zu führen ist auch deshalb ein Skandal, weil ein Großteil der Ausgaben für die Pensionen durch direkte und indirekte Steuern sofort wieder ins Budget zurückfließt. Pensionisten zahlen Lohnsteuer und Mehrwertsteuer und das nicht zu knapp! Die Pensionistinnen und Pensionisten sind wesentliche Stützen der wirtschaftlichen Konjunktur, des Arbeitsmarktes und damit der Steuereinnahmen!

„Im Namen der Pensionistinnen und Pensionisten verwehren wir uns gegen die Darstellung, die dringend notwendige Kaufkraftsicherung für die ältere Generation und die ebenso dringende Erhöhung des Pflegegeldes nach den vielen Jahren ohne Anhebung jetzt zum alleinigen Grund für ein lächerliches Budgetdefizit von 0,1 Prozent zu machen“, macht Wohlmuth abschließend klar.