PVÖ-Wohlmuth: Neue Regierung muss Altersarbeitslosigkeit bekämpfen

Eine der vordringlichsten Aufgaben einer neuen Regierung ist für Pensionistenverbands-Generalsekretär Andreas Wohlmuth die Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit.

„Während die Arbeitslosigkeit generell sinkt, bei den Jungen sinkt, bei den Frauen sinkt, gibt es eine Gruppe, in der es auf ohnehin hohem Niveau immer noch steigende Arbeitslosenraten gibt: bei Menschen über 50 Jahre. Hier besteht – nicht zuletzt aufgrund der Demografie und der erwarteten Wirtschaftsentwicklung – akuter Handlungsbedarf“, so Wohlmuth.

Auch Altersarbeitslosigkeit ist ein Anliegen des PVÖ

Als einer der Hauptgründe wird im Pensionistenverband die nach wie vor herrschende „zu alt – zu teuer“-Meinung bei den Unternehmensbossen und Personalchefs gesehen. Wohlmuth: „Die zahlreichen Vorteile Älterer werden hingegen ignoriert. Dabei wären ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Gewinn für jedes Unternehmen. Sie punkten mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen, sozialer Kompetenz, Urteilsfähigkeit, hohem Verantwortungsgefühl, Fleiß, Engagement, Verantwortungsgefühl und sind besonders loyal“, streicht der Pensionistenverbands-Generalsekretär hervor. Wohlmuth kritisiert, dass viele Menschen bereits ab 40 Jahren bei Bewerbungen „nicht einmal ignoriert“ werden.

Gleichzeitig fordert der Pensionistenverband zusätzliche, speziell auf die Gruppe der älteren Langzeitarbeitssuchenden ausgerichtete Beschäftigungsprogramme. „Wir können uns diese hohe Altersarbeitslosigkeit nicht länger leisten! Dazu kommt, dass sie auch massive Auswirkungen auf die persönliche Pension und auf das Pensionssystem generell hat – Stichwort Pensionsantrittsalter“, so Wohlmuth und weiter: „Was wir uns leisten müssen, sind zusätzliche Eingliederungsmaßnahmen und Qualifizierungsinitiativen.“ 

Wohlmuth abschließend: „Man kann nicht sagen, die Leute müssen länger arbeiten, aber gleichzeitig werden sie so früh wie möglich aus dem Arbeitsprozess gedrängt. Hier muss ein Umdenken einsetzen.“