PVÖ-Kopietz fordert Schluss mit Österreich-Zuschlag bei den Preisen

„Einmal mehr hat die jüngste Untersuchung des deutschen Statistischen Bundesamts über die Lebenshaltungskosten in den EU-Ländern die besonders hohen Lebenshaltungskosten in Österreich bestätigt. Diese liegen in Summe um 10 Prozent über dem EU-Schnitt.

Dieser spezielle Österreich-Zuschlag wird seit Jahren von der Arbeiterkammer, der Gewerkschaft und dem PVÖ heftig kritisiert, geändert hat sich wegen des Bremsens der Wirtschaft und der ÖVP leider nichts“, so Kopietz weiter.

Die Begründungen wie u.a. das Lohnniveau, Umweltauflagen, Mehrwertsteuer und Transportkosten sowie die Feststellung, „das sei halt so, da könne man nichts machen“, seien in Wirklichkeit, wie ein Faktenvergleich zeige, nichts anderen als billige Ausflüchte, kritisierte der Seniorenvertreter. 

Kopietz: „Gerade vor dem Hintergrund der realen Einkommensverluste für PensionistInnen durch die über den jährlichen Pensionserhöhungen liegenden Preissteigerungen vor allem für Güter des täglichen Bedarfs droht in durchaus absehbarer Zeit eine neue Altersarmut wie nicht zuletzt auch die rasante Zunahme von Kunden in den Sozialmärkten unterstreicht.

Es ist daher an der Zeit, dem Österreich-Zuschlag u.a. durch die Möglichkeit der Einsichtnahme der öffentlichen Hand, etwa der Wettbewerbsbehörde, in die Kalkulation preistreibender Unternehmen einen Riegel vorzuschieben. Der Pensionistenverband wird daher die kommende Regierung u. a. auch daran messen, ob und welche Maßnahmen sie zur Eindämmung der Preisauswüchse in Österreich auch und vor allem bei den Lebensmitteln setzt“, schloss Kopietz