Keine Erhöhung des Pensionsantrittsalters

EU-Kommission – Muchitsch: Mit der SPÖ wird es keine Erhöhung des Pensionsantrittsalters geben

 

Eine Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters in Österreich wird es mit der SPÖ in der Regierung keinesfalls geben. Das garantieren wir. Denn das hätte für tausende Beschäftigte und Pensionisten schlimme Folgen. Es gibt kaum Arbeitsplätze für Ältere, die Arbeitslosigkeit bei älteren ArbeitnehmerInnen würde weiter steigen, Lohndruck und niedrigere Pensionen wären die Folgen

so BAU-HOLZ Bundesvorsitzender SPÖ-Sozialsprecher Abg. z. NR Josef Muchitsch zu den Empfehlungen der EU-Kommission an Österreich, das gesetzliche Pensionsantrittsalter anzuheben. 

 

Wie sollen Menschen, die Jahrzehnte als Altenpfleger, Bauarbeiter, Tischler oder Schlosser gearbeitet haben, mit 67, 68, 69 Jahren arbeiten? Ex-Kanzler Kurz ist der erste, der das Pensionsalter von jetzt 65 anheben wird. Denn das hat er schon 2015 gefordert.

 

Es ist auch überhaupt nicht nötig, denn das österreichische Pensionssystem steht gut da:

 

Für den Zeitraum 2016 bis 2020 werden von der öffentlichen Hand insgesamt 4 Milliarden weniger für das Pensionssystem ausgegeben werden müssen als erwartet. Der Anteil an den staatlichen Ausgaben sinkt, obwohl die Zahl der Personen, die ins Pensionsalter kommen, steigt. Das hat auch damit zu tun, dass das faktische Antrittsalter in den letzten Jahren gestiegen ist. Die Bemühungen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalter* müssen selbstverständlich weitergehen. Dazu gehört in erster Linie, dass altersgerechte Arbeitsplätze geschaffen werden. Hier ist vor allem die Wirtschaft gefordert, endlich stärker aktiv zu sein. Eine Verschlechterung für die arbeitende Bevölkerung durch Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters darf es daher nicht geben

 

* Faktisches Pensionsantrittsalter Das faktische Pensionsalter ist jenes Alter, in dem die Menschen durchschnittlich tatsächlich ihre Alterspension antreten.